Querperforation von Zigarettenstreifen an Herstellungsmaschinen
Prinzip der Zigarettenventilation

Das erste und das dritte Elektrodenpaar werden gleichzeitig gezuendet. Durch eine wegabhaengige Steuerung werden das zweite und vierte Elektrodenpaar ebenfalls gleichzeitig gezuendet, wenn die davor perforierten Abschnitte den Weg einer halben Zigarettenlaenge zurueckgelegt haben. Jeder Abschnitt wird vierfach perforiert, wobei die Geschwindigkeit, mit der die Bahn (10) bewegt werden kann, nicht durch den Abstand (halbe Zigarettenlaenge) der Elektrodenpaare festgelegt ist, sondern durch den Abstand der jeweils gleichzeitig gezuendeten Elektrodenpaare (eine Zigarettenlaenge). Hierdurch ist eine gleichmaessige, intensive und sehr leistungsfaehige Perforation moeglich und das behandelte Zigarettenpapier kann in Laengsrichtung der Zigarette der weiterverarbeitenden Zigarettenmaschine kontinuierlich zugefuehrt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und eine Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 2.
Unter dem Begriff ,,Zigarettenpapier" werden insbesondere Zigarettenumhuellungspapiere, Mundstueckbelagpapiere und Filterpapierbahnen verstanden, wie sie zur Herstellung von Zigaretten verwendet werden. Darueber hinaus ist die Erfindung ebenso zum Perforieren von Filterpapier- bahnen, Vliessbahnstoffen und dergleichen mehr vorteilhafterweise einsetzbar.
Es sind die unterschiedlichsten Verfahren und Vorrichtungen zum Perforieren von Zigaretten- papieren, d.h. von Zigarettenumhuellungspapieren und Mundstueckbelagpapieren bekannt. Die Perforierung kann mechanisch. elektrostatisch oder durch Laserperforation erfolgen. Die bekannten Verfahren und Vorrichtungen fuehren eine Perforation in Laengsrichtung durch. Solche Verfahren sind beispielsweise aus der DE-OS 25 31 285, der DE-OS 27 40 613 und der EP-OS 56 223 bekannt.
Die bekannten Verfahren arbeiten in der Regel so, dass die Perforation in Laengsrichtung erfolgt. Dieses erfordert nach der Perforation weitere Bearbeitungsschritte durch Schneiden, Umwickeln und dergleichen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dein das zu schmalen Bahnen bereits zugeschnittene Zigarettenpapier, bspw. Zigarettenumhuellungspapier, in der dem Umfang der fertigen Zigarette entsprechenden Breite fortlaufend, d.h. quer zu dieser Breite, perforiert werden kann, so dass quer ueber das Zigaretten- papier - d.h. um den Umfang der spaeteren Zigarette - eine nach Lage und Breite genau definierte Perforationszone entstehen.
Diese Aufgabe wird grundsaetzlich durch das Kennzeichen des Anspruches 1 bei einem entsprechenden Verfahren und durch das Kennzeichen des Anspruches 3 bei der entsprechenden Vorrichtung geloest. Besonders vorteilhafte Ausfuehrungsformen sind Gegenstand der Ansprueche 2 bzw. 4.
Erfindungsgemaess erfolgt grundsaetzlich eine Perforation quer zur Bewegungsrichtung und durch die Anordnung von mindestens zwei Elektrodenpaaren hintereinander, jeweils zweifach, d.h. die Perforation wird in zwei Schritten durchgefuehrt. Hierdurch ist eine schnelle und rationelle Arbeitsweise moeglich und es wird gleichzeitig eine Perforation in hoher Qualitaet erzeugt.
In vorteilhafter Weise wird das Zigarettenpapier in der dem Umfang der Zigarette entsprechenden Breite in Zigarettenlaengsrichtung durch mindestens vier quer zur Bewegungsrichtung verlaufende Elektrodenpaare hindurchbewegt. Es erfolgt also eine Perforation quer zur Bewegungsrichtung und damit quer ueber das Zigarettenpapier, d.h. um den Umfang der spaeter hergestellten Zigarette. Durch die vier oder um ein gerades Vielfaches von zwei vermehrten Elektroden erfolgt eine Mehrfachperforation, die den gewuenschten Perforationsgrad sicherstellt. Durch die gleichzeitige Zuendung des jeweils ersten und dritten sowie zweiten und vierten Elektrodenpaares wird eine hohe Geschwindigkeit des Zigarettenpapier und damit ein entsprechend hoher Wirkungsgrad gewaehrleistet. Die gleichzeitig gezuendeten Elektroden weisen voneinander einen relativ grossen Abstand auf, obwohl die Elektroden insgesamt dicht beieinander angeordnet sind. Trotz hoher Foerdergeschwindigkeit des Zigarettenpapiers ist eine kompakte Bauweise und eine intensive Perforation gewaehrleistet.
Wenn, wie in der Praxis meistens der Fall, vier Elektrodenpaare verwendet werden, dann erfolgt eine Vierfachperforation, wobei aber immer nur zwei in einem Abstand von einer Zigarettenlaenge angeordnete Elektrodenpaare gleichzeitig gezuendet werden und zwar abwechselnd mit den um eine halbe Zigarettenlaenge dazwischen angeordneten Elektrodenpaaren.
In vorteilhafter Weise sind die Elektrodenpaare mit Entladungsstiften so angeordnet und aufgebaut, wie in Anspruch 3 angegeben. Durch die Querverstellung sind die Entladungsstifte quer zur Bewegungsrichtung des Zigarettenpapiers versetzt, wodurch eine gleichmaessige und dichte Lochverteilung innerhalb der vorgegebenen Perforationsbreite gewaehrleistet ist.
Die Steuerung der Zuendung erfolgt inkremental und somit wegabhaengig, so dass der Abstand der Perforationsabschnitte entsprechend der Zigarettenlaenge und unabhaengig von der Bahn- geschwindigkeit genau eingehalten wird.
Im folgenden wird die Erfindung unter Hinweis auf die Zeichnungen anhand eines Ausfuehrungsbeispieles naeher erlaeutert. Es zeigen :
Fig. 1 : eine Seitenansicht quer
zur Bewegungsrichtung des Zigarettenpapiers auf ein Elektrodenpaar;
Fig. 2 : eine schematische Draufsicht auf vier Elektrodenpaare, zwischen
denen ein Zigarettenpapier
hindurchbewegt wird, zur Veranschaulichung der auf einander folgenden Mehrfachperforation;
Fig. 3 : eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung der
Mehrfachperforation in Verbindung mit
Fig. 4 : eine schematische Darstellung des Weg- und
Zeitablaufs der einzelnen Perforationsphasen
und die Erzeugung der Zonenbreiten;
Fig. 5 : eine schematische Darstellung
zur Erlaeuterung der Zonebreitenbestimmung durch Einzelimpulse;
Fig. 6 : eine der Fig. 3 entsprechende
Darstellung, jedoch zur Erlaeuterung der Erzeugung mehrerer
Perforationsreihen oder -streifen quer zur Bewegungsrichtung, aber innerhalb
einer
Perforationsgruppe;
Fig. 7 : eine schematische Darstellung der elektrischen
Impulsfolge zur speziellen Beschaltungsreihenfolge
der Elektrodenstifte bei einer Ausfuehrungsform mit vier Elektrodenpaaren;
Fig. 8 : eine schematische Darstellung dieser besonderen
Stiftzusammenschaltung eines jeden Elektrodenpaares:
Fig. 9 : eine den Fig. 3 und 6 entsprechende Darstellung,
jedoch zur Veranschaulichung einer unterschiedlichen Perforationsprofilierung ueber die Zigarettenlaenge; und
Fig.10: eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung zur Erlaeuterung des
elektrischen Ablaufschemas in Verbindung mit der Behandlung nach Fig. 9.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung weist insgesamt vier Elektrodenpaare l bis IV auf, die jeweils so aufgebaut sind, wie in Fig. 1 dargestellt. Ober- und Unterelektrode 11 und 12 sind an einer beweglichen und festen Halteplatte 13 und 17 angebracht. Die obere Elektrode 11 ist mit Hilfe eines pneumatischen Zylinders 15 und einer Fuehrung 14 auf- und abbewegbar. Ein einstellbarer Anschlagstift 16 ermoeglicht die Einstellung des Abstandes der Elektroden. Die zu perforierende Bahn, d.h. das Zigarettenpapier, ist mit 10 bezeichnet. Ueber den Verstellmechanismus ist die obere Elektrode mit der mechanischen Aufnahme 13 verbunden.
Beide Elektroden sind mit Entladungsstiften 20 versehen, von denen bei der dargestellten Ausfuehrungsform fuer jede Elektrode sechs vorhanden und mit 1 bis 6 durchnumeriert sind. Die Entladungsstiftanordnung ist quer zur Bewegungsrichtung des zu perforierenden Zigarettenpapiers 10 ausgefuehrt und arbeitet mit Zuendfunkenueberschlaegen 9.
Beim Betrachten der Fig. 2 ergibt sich deutlich, dass die Entladungsstifte 20 - im einzelnen mit 1 bis 6 bezeichnet - quer zur Bewegungsrichtung V des Zigarettenpapiers versetzt angeordnet sind, um so fuer eine gute Verteilung und Vergleichmaessigung der einzelnen Loecher ueber die vorgesehene Zonenbreite zu sorgen.
In Fig. 2 ist ein Wegstreckenzaehler 18 mit einem Initiator 19 angedeutet. Dieser Wegstrecken- zaehler oder wahlweise auch ein externes Triggersignal von der Zigarettenmaschine, loest die Zuendung der Elektroden aus und zwar derart, dass immer die Elektroden 1 und III sowie II und IV jeweils gleichzeitig und abwechselnd gezuendet werden, und zwar in Abhaengigkeit von dem zurueckgelegten Weg, der einer halben Zigarettenlaenge entspricht. Die in Fig. 2 vermerkten Abstaende a, b und c sind gleich und entsprechen jeweils einer halben Zigarettenlaenge.
Unter Beruecksichtigung der Fig. 3 wird deutlich, dass bei der ersten Zuendung nach dem Einlauf einer bisher nicht perforierten Bahn aus Zigarettenumhuellungspapier, d.h. zum Zeitpunkt t-1, die beiden Elektrodenpaare 1 und III eine erste Perforation durchfuehren, die hinsichtlich des unten in Fig. 3 dargestellten Perforationsgrades eine Einfachperforation ist. Nach Zuruecklegen einer halben Zigarettenlaenge erreichen die einfachperforierten Abschnitte zum Zeitpunkt t-2 die Elektrodenpaare II und IV. Hier erfolgt die zweite Perforation, so dass nunmehr eine Zweifachperforation vorhanden ist. Zum Zeitpunkt t-3, nach dem Zuruecklegen einer weiteren halben Zigarettenlaenge, werden die Elektrodenpaare 1 und III erneut gezuendet, so dass der neu in den Bereich des Elektrodenpaares 1 eingelaufene Abschnitt einfach und der im Bereich des Elektrodenpaares III bewegte Abschnitt dreifach perforiert wird. Zum Zeitpunkt t-4 erfolgt dann mit Zuendung der Elektroden II und IV die Vierfachperforation des zum Zeitpunkt t-l im Bereich des Elektrodenpaares 1 einfachperforierten Abschnittes. Bei fortlaufendem Betrieb entstehen somit immer vierfachperforierte Abschnitte in einem Abstand, der einer Zigarettenlaenge entspricht. Die Breite der Zigarettenpapierbahn entspricht dem Umfang der spaeter herzustellenden Zigarette zuzueglich Ueberlappungsabschnitt zum Kleben. Die Bahn kann also kontinuierlich und fortlaufend ohne weitere Handhabungen innerhalb der Zigarettenmaschine zu- oder weitergefuehrt werden.

Um die vorgegebene Zonenbreite 21 zu allen Perforationsphasen und Zeitpunkten bei dem Durchfahren eines jeden Elektrodenpaares exakt einzuhalten, wird vorzugsweise ein digitaler Vorwahlzaehler mit zwei lnkrementwertsetzungen angewandt. Der inkrementproportionale Weg- und Zeitablauf ist in Fig. 4 dargestellt.
Nach dem Startzeitpunkt t-0 erreicht die Zigarettenpapierbahn zum Zeitpunkt t1 die Elektrode I bzw. III, womit gleichzeitig die Erstperforationsphase beginnt. Nunmehr erfolgen bei der Weiterbewegung der Bahn innerhalb des in Laufrichtung vorgegebenen Perforationsbereiches 21 mehrere sequentielle Einzelzuendungen, welche die vorgebbare Zonenbreite bestimmen. Diese Einzelzuendungen sind dann innerhalb eines jeden Perforationsvorganges abgeschlossen und die gewuenschte Zonenbreite in Laufrichtung erreicht. wenn der Inkrementzaehler den gekennzeichneten Zaehlbereich 21 von I/III nach II/IV bei 22 und respektive fuer die Elektrodenpaare II/IV von II/IV nach I/III bei 23 verlassen hat.
Wie aus dem Ablauf nach Fig. 4 zu ersehen ist, findet immer eine wegabhaengige Perforationsphasen 5 Wiederholung statt, die unabhaengig von der Bahngeschwindigkeit und ggf. deren Variation wie unter 24 arbeitet.
Des weiteren ist die Lochdichte und somit der Gesamtperforationsgrad als Summe aller Perforationeinzelphasen innerhalb einer jeden Zone und deren in Laufrichtung vorgegebener Breite in der Weise einstell- und auch regelbar, so dass durch eine Mehrfachaufloesung der Weginkremente und damit gesteuerter, sequentiell folgender Einzelzuendungen, innerhalb des unter Fig. 4 und mit 21 gekennzeichneten Zonenbereiches stattfinden kann. Eine weitere Verdeutlichung dieses sich immer wiederholenden Perforationsphasenablaufes ist unter Fig. 5 dargestellt, wobei die genannten Einzel impulse mit 25 gekennzeichnet sind. Mit der Inkrementbereichssetzung von 22 laesst sich somit jede beliebige Zonenbreite im Bereich von 1,0..20 mm mit der geometrischen Aufloesung von vorzugsweise 0,1 mm eines einzelnen Weginkrementes voreinstellen und einhalten.
Darueber hinaus besteht die Moeglichkeit, durch das externe Maschinentriggersignal die Perforationphaseneinleitung und deren wegbetragsabhaengige Wiederholung anstelle des Wegstreckenzaehlers und Indikators 18/19 zu benutzen. Dieses zeitabhaengige Triggersignal wird hierbei auf der Grundlage seiner Wiederholungsfrequenz und dem festen geometrischen Abstand zwischen der Querperforationseinrichtung und seinen Elektrodenabstaenden zur Zigarettenmaschine durch eine elektrische Steuerungseinrichtung nach der Formelableitung: v = s/t umgeformt, dass sich hieraus ein wegproportionales Signal mit hoher Inkrementaufloesung erzeugen laesst.
Durch eine indirekte Aufeinanderfolge dieser zuvor genannten und unter Fig. 5 erklaerten Einzelperforationsphasen lassen sich nach dieser Methode auch mehrere, direkt in Laufrichtung hintereinanderfolgende Querzonenreihen als eine zusammengehoerende Perforationsgruppe ueber den Umfang der durchlaufenden Zigarettenpapierbahn einbringen. Diese Querzonenreihenperforation ist unter Fig. 6 dargestellt, wobei die erste Zonenreihe der Zone 1 mit 27 bzw. deren zweite Zonenreihe mit 28 gekennzeichnet ist. Fuer die danach folgende Zone 2 ist dies mit 29 bzw. 30 definiert.

Innerhalb der einzelnen Perforationsphasen erfolgen die Einzelperforationen fuer die erste Querzonenreihe immer ueber die Elektroden I/III und respektive fuer die zweite Querzonenreihe 28 mit II/IV gemaess dem aufgezeichneten Ablaufschema. Bei der ausgefuehrten Anordnung von insgesamt vier Elektrodenpaaren lassen sich somit pro Perforationsgruppe 31 mindestens zwei, zweifachdurchperforierte Querzonenreihen in die durchlaufende Zigarettenpapierbahn 10 einbringen. Steuerungstechnisch und durch eine Kaskadierung der Elektrodenanordnung kann die Anzahl dieser Querzonenreihen sowie deren Perforationsgrad in Form von Mehrfachdurchperforierungen beliebig erhoeht werden. Die mit 26 gekennzeichnete Erstperforationszone ist aufgrund der definierten Perforations-Ablaufkonventionen nicht verwendbar.
Durch die nach diesem Verfahren elektrostatisch erzeugte Querzonenreihenanordnung lassen sich auch gleichzeitig die Vorteile einer besseren Luftventilation durch eine raeumlich waehlbare Perforationreihenaufteilung innerhalb einer Zonengruppe erreichen, was bisher nur durch mechanische oder Laserperforationsverfahren moeglich war.
Eine weitere Variante und Erweiterung des beschriebenen Verfahrens und dessen Vorrichtung besteht darin, dass durch eine besondere elektrische Zusammenschaltung der einzelnen Elektrodenstifte eines jeden Elektrodenpaares, welche aus der oberen und unteren Elektrode 11/12 bestehen, eine gruppenweise zeit- und perforationsphasenversetzte Zuendung moeglich ist. Dies hat den Vorteil, dass die Einzeltaktrate aller Elektrodenstifte um den Faktor dieser Stiftkombinationen reduzierbar ist. Damit sinkt die thermische Belastung der Einzelstifte und deren Belegung mit anorganischen Zigarettenpapierrueckstaenden, wodurch die Stiltbesatzreduktion gefoerdert wird.
Gleichzeitig hat dieses Perforationssystem aufgrund der separierten Einzelhochspannungleistungselemente eine exzellente Redundanz und damit eine technische hohe Ausfallsicherheit. Die im weiteren auf der Grundlage von Fig. 7 und Fig. 8 beschriebene Verfahrens und Vorrichtungsvariante ist selbstverstaendlich fuer beide zuvor expliziert dargelegten Querzonenanordnungen und deren Perforationszonenbilder anwendbar.
Wie aus Fig. 1 und 8 zu ersehen ist, sind die hier vorzugsweise eingesetzten Elektrodenpaare mit jeweils sechs Elektrodenstiften versehen. Diese koennen elektrisch in der Weise zusammengeschaltet sein, dass sich innerhalb einer jeden Elektrode zwei maeanderfoermig zusammengehoerende Stiftgruppen von zweimal drei Stiften ausbilden. Hierbei wird jede Stiftgruppe mit einem Hochspannunganschluss 38 und 39 getrennt versorgt und am unteren Stiftgruppenmittelpunkt 40 geerdet. Auf diese Weise sind beliebige Stiftkombinationen innerhalb eines Elektrodenpaares zeitversetzt zuendbar, was die o.g. Vorteile bezueglich der zuvor erlaeuterten Einzelperforationsphasen ermoeglicht.
Der zeitliche Ablauf innerhalb der sich zyklisch wiederholenden Einzelperforationsphasen ist dem Impulszeitdiagramm gemaess Fig. 7 und den unter Fig. 4 explizit dargelegten Ablaufschema des Inkrementalzaehlers entnehmbar.
In der nachstehenden Tabelle ist die zeitliche
Zündimpulsfolge und deren moeglichen Stiftzuordnungen 5 eines jeden
Elektrodenpaares ausgefuehrt:
Stiftgruppe Zeitpunkt
t1 Zeitpunkt t2 Zeitpunkt
t3 Zeitpunkt t4
I - Stift 1 -
3
34,36
-
35,
usw.
-
I - Stift 4 -
6 35,
usw.
-
34,
36
-
II - Stift 1 -
3
-
37,
39
-
38, usw.
II - Stift 4 -
6
-
38,
usw.
-
37, 39
III - Stift 1 - 3 35,
usw.
-
34,
36
-
III - Stift 4 - 6 34,
36
-
35, usw. -
IV - Stift 1 - 3
-
38,
usw.
-
37, 39
IV - Stift 4 -
6
-
37,
39
-
38, usw.
Eine weitere praktische Moeglichkeit der Querperforationseinrichtung bestellt darin, dass in Laufrichtung der Zigarettenpapierbahn durch Aenderung der Zuendfunkenwiederholungsrate beliebige und durchgehende Porositaetsflaechenprofile einperforierbar sind.
Wie aus Fig. 9 und 10 zu ersehen ist, kann mit Aenderung der Zuendfunkenwiederholungsrate 47 jedes beliebige Porositaetsprofil innerhalb einer jeden Perforationsphase 41-44 in das durchlaufende Zigarettenpapier einperforiert werden. Somit lassen sich bei einer 4-fach-Elektrodenkombination die dargestellte halbe Zigarettenlaenge 45 bzw. bei einer 8fach -Anordnung die gesamte Zigarettenlaenge 46 mit jedem gewuenschten Porositaetsprofiles versehen.

Die Vorteile dieser Methode und deren nichtlinearen Porositaetsverlaeufe innerhalb der Zigarettenlaenge sind darin begruendet, dass nunmehr der Ventilationsgrad und die damit verbundenen Nikotin- und Kondensatanteile unabhaengig von der momentanen Zigarettenabbrandlaenge nahezu konstant gehalten werden koennen.
Erfindungsgemaess werden grundsaetzlich vier Elektrodenpaare eingesetzt, um
eine Vierfach- perforation durchzufuehren. Es ist leicht einzusehen, dass auch
weitere Elektrodenpaare (jeweils ein gerades Vielfaches von zwei) eingesetzt
werden koennen. Sind diese entsprechend angeordnet, so wird der
Gesamtperforationsgrad in der gleichen Weise durch Mehrfachperforationen
gebildet. Die gleichzeitig gezuendeten Elektroden weisen einen
verhaeltnismaessig grossen Abstand, naemlich den der entsprechenden
Zigarettenlaenge auf. Der Abstand der einzelnen Elektroden untereinander ist
aber nur halb so gross. Trotz hoher Bahngeschwindigkeit des zu perforierenden
Zigarettenpapiers ist so eine intensive und dichte Perforierung bei einem hohen
Leistungsvermoegen gewaehrleistet. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Bahn ist
nicht beschraenkt durch den unmittelbaren Abstand zwischen zwei Elektroden,
sondern durch den Abstand zwischen jeweils den zwei gleichzeitig gezuendeten
Elektroden.
Patentansprüche
1.Verfahren zum elekttrostatischen Perforieren von Zigarettenpapier mit Hilfe
von Elektroden, zwischen denen das zu perforierende Zigarettenpapier
hindurchbewegt wird, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
1.1
Bewegung des Zigarettenpapiers in Zigarettenlaengsrichtung zwischen mindestens
zwei quer zur Bewegungsrichtung angeordneten, aus Ober und Unterelektrode
bestehenden Elektrodenpaaren;
1.2 Anordnung der Elektrodenpaare in einem
Abstand von einer Zigarettenlaenge;
1.3 gleichzeitige Zuendung der beiden
Elektrodenpaare ueber eine Wegstrecke bzw. einen Zeitraum, der in Abhaengigkeit
von der Transportgeschwindigkeit des Zigarettenpapiers die Perforationsbreite
festgelegt und erneutes Zuenden der Elektrodenpaare nach Zuruecklegen des
perforierten Bereiches um eine Zigarettenlaenge.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
2.1 Bewegung des Zigarettenpapiers in
Zigarettenlaengsrichtung zwischen mindestens vier oder einem weiteren geraden
Vielfachen von zwei quer zur Bewegungsrichtung angeordneten, aus Ober- und
Unterelektrode bestehenden Elektrodenpaaren;
2.2 Anordnung der
Elektrodenpaare in einem Abstand von einer halben Zigarettenlaenge;
2.3
gleichzeitige Zuendung des ersten und dritten Elektrodenpaares (und des ggf.
jeweils ueber- naechsten Elektrodenpaares) und zeitsynchrone Zuendung des
zweiten und vierten Elektrodenpaares (und des ggf. jeweils uebernaechsten
Elektrodenpaares) nach Zuruecklegen des zu perforierendend Zigarettenpapiers um
eine halbe Zigarettenlaenge.
3. Vorrichtung zum elekttrostatischen Perforieren von Zigarettenpapier mit
Hilfe von Elektroden, zwischen denen das Zigarettenpapier hindurchbewegbar ist,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
3.1 die aus oberer und unterer
Elektrode bestehenden Elektrodenpaare (1,111> sind quer zu dem in
Zigarettenlaengsrichtung zwischen ihnen hindurchbewegten Zigarettenpapier
angeordnet;
3.2 es sind mindestens zwei Elektrodenpaare jeweils in einem
Abstand von einer Zigarettenlaenge vorgesehen:
3.3 die beiden
Elektrodenpaare (1,111> sind gleichzeitig ueber einen Zeitraum zuendbar, der
in Abhaengigkeit von der Transportgeschwindigkeit der Zigarettenbahn die
Perforationsbreite festlegt und nach Zuruecklegen des perforierten
Zigarettenpapiers um eine Zigarettenlaenge erneut zuendbar.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenpaare (1 - IV) in an sich bekannter Weise Entladungsstifte (20) aufweisen, die quer zur Bewegungsrichtung des zu perforierenden Zigarettenpapiers (10) verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrodenpaare (1 - IV) mit den Entladungsstiften <20> quer zur Bewegungsrichtung des zu perforierenden Zigarettenpapiers (10> verstellbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprueche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Zuendung der Elektrodenpaare (1 und III: II und IV) ein durch das bewegte Zigarettenpapier (10) betaetigter Wegstreckenzaehler (18) mit Initiator (19) vorgesehen ist.